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Autor dieser Seiten:  Detlef Knick - Berlin 
 
Walzenspielwerke
ausgewählter Hersteller
 
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square30_yellow.gif  Pfeifer Automaten von Griesbaum
 
 
  
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Der Spieldosen Hersteller Rzebitschek
 
Der Spieldosen Hersteller J.H. Heller
 
Der Spieldosen Hersteller Thorens
 
Kammspielwerke des Herstellers
(Vater) Franz  (Sohn) Gustav
Rzebitschek
1819 - 1897
 k.u.k. Monarchie Österreich-Ungarn
 
 
Beschäftigen man sich mit der Spieldosen-Industrie Österreichs im 19. Jh. so sollte man bedenken, dass es um ein Gebiet geht das zu jener Zeit bedeutend grösser war als das heutige Österreich.
Teile von Polen, Deutschland und Ungarn gehörten zum Österreichischen Hoheitsgebiet. Ebenso Tschechien, die Slowakei und damit auch Prag (!)
 
Eine ernstzunehmende Konkurrenz erwuchs den Schweizer Herstellern nur in der Firma L’Epée in Frankreich und in der Produktion von Kammspielwerken der k.u.k Österreich-Ungarischen Doppelmonarchie. Vornehmlich durch die Firmen Rzebitschek in Prag und Olbrich in Wien.
 
In Böhmen - der heutigen Tschechischen Republik - begann (Vater) Franz Rzebitschek 1819 mit der Herstellung von Kammspielwerken. Die meisten Quellen deuten jedenfalls auf dieses Jahr (!)
 
Lt. Berichten einer Beurteilungskommission über eine 1831 in Prag abgehaltenen Gewerbeausstellung erhielten Willenbacher &  Rzebitschek eine Bronzemedaille.
Sie dürfen sich nun "Spieluhrmacher in Prag" nennen.
 
In dem Artikel heißt es weiter:
"Sie verfertigen seit dem Jahre 1819 gröszere und kleine Musikspielwerke nach Art der Schweizer"
 
Sie sind die ersten die in Prag, der damaligen k.u.k. Monarchie (Österreichisch-Ungarische Doppelmonarchie oder Donaumonarchie genannt) ein solches Geschäft etablierten(!)
 
 
Franz Rzebitschek begründete 1828 zusammen mit seinem Partner
Alois Willenbacher in Prag die Firma Willenbacher &  Rzebitschek.
 
Nach Ausscheiden seines Partners Alois Willenbacher im Jahre 1842, führte Franz Rzebitschek die Fabrik bis 1870 weiter.
 
Ab 1870 leitete die Firma sein Sohn Gustav Rzebitschek, der den Betrieb im Jahr 1897 schloss.
 
 
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Typisches Kammspielwerk um 1840 von Willchbacher & Rzebitschek
 
Willenbacher-Rzebitschek_ 01.jpg
Willenbacher-Rzebitschek_ 02.jpg
 
 
 
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Kammspielwerk
Willenbacher & Rzebitschek
mit 2 Musikstücken
 
 
 
 
Rzebitschek Gustav
Gustav um 1870
In Sammlerkreisen machte man sich zunächst Gedanken über die unterschiedliche Schreibweise des Namens / Rebicek /Rzebitschek.
 
Man nahm an, dass der Name Rzebitschek der ursprüngliche Name war, die einfache Schreibweise später vor allem der ausländischen Kontakte wegen gehandhabt wurde.
 
Vor kurzem klärte sich auch dieser Sachverhalt. Es waren die wachsenden Nationalgefühle die Gustav bewogen, seinen Namen ab ca. 1860 nur noch auf Tschechisch zu buchstabieren.
 
 
Die Werkdatierungen:
 
Franz Rzebitschek hat zwischen 1819 und 1870 gearbeitet.
Zwischen 1819 und 1842 hat er seine Werke entweder gar nicht oder mit Willenbacher & Rzebitschek signiert.
 
 
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Typisches Kammspielwerk um 1840 von Willchbacher & Rzebitschek
 
Willenbacher-Rzebitschek_ 03.jpg
Willenbacher-Rzebitschek_ 05.jpg
 
Bekannt geworden sind Nummern zwischen 5622 u. 17194. Die Nummer der Ouvertüre-Dose "8812" stammt aus dem Jahr 1837. Daraus lässt sich eine recht genaue Berechnung der Jahres Produktionszahl errechnen.
 
Ab 1842 signierte Franz Rzebitschek seine Werke von Nummer 1767/1430 bis Nummer 34697/2069 mit "Rzebitschek in Prag".
 
Das nächste Werk mit der Nummer 34913/2495 trägt die Signatur
F. Rzebitschek
Musikwerk
Fabrik
in Prag
 
Signatur auf dem Tonkamm
F. Rzebitschek Musikwerk Fabrik in Prag
 
Dieses Signum behält er bis zur höchstenbekanntgewordenen Nummer 43947/3568 bei. Franz Rzebitschek starb 1889.
 
Insgesamt sollen ca. 52.000 Spielwerke gefertigt worden sein. Die Qualität der Erzeugnisse war hervorragend und wohl die höchste in der damaligen Österreichischen k.u.k. Monarchie.
 
Bei der ersten Weltausstellung 1851 in London wurde die Fa. Rzebitschek mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Auch zur Weltausstellung 1855 in Paris ging die einzige den Spieldosen zuerkannte Medaille an Franz Rzebitschek in Prag.
 
 
Lt. Aufzeichnungen von Gustav Rzebitschek haben seine Kammspielwerke:
 
Bei 2 Musikstücken
= 84 Tonfedern
 
Bei 3 Musikstücken
= 94 Tonfedern
Bei 4 Musikstücken = 103 Tonfedern
Bei 6 Musikstücken = 104 Tonfedern
Bei 8 Musikstücken = 89 oder 90 Tonfedern
 
Vergleicht man die diese Zahlen mit den gefundenen Spielwerken, so stimmt das nicht unbedingt überein. Vermutlich gelten die Zahlen nicht für die frühen signierten Werke, sondern für die nach 1885 gefertigten Kammspielwerke.
Die Dimensionen der 3- und 4-Melodienwerke differieren dann schon beträchtlich. Diese Werke, sowie die Instrumente mit 6, 8 oder 12 Melodien sind aber eher selten anzutreffen.
 
 
 
Kammspielwerke bezeichnet mit Rzebitschek Musikwerk Fabrik in Prag
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Rzebitschek F. Rzebitschek Musikwerk Fabrik in Prag 2.jpg
Rzebitschek F. Rzebitschek Musikwerk Fabrik in Prag 1.jpg
 
Rzebitschek in Prag.jpg
 
Rzebitschek F. Rzebitschek Musikwerk Fabrik in Prag 3.jpg
F. Rzebitschek Musikwerk Fabrik in Prag um 1850
in Holzschatulle um 1850. Grundplatte 15,5 x 6,6 cm.
Walzenlänge 10,0 cm - Walzendurchmesser ca. 25 mm
83 Tonzungen
  
Ein in der Österreichischen k.u.k. Monarchie
gefertigtes Spielwerk erkennt man auf den ersten Blick
Man kann es kaum mit einem Schweizer Produkt verwechseln
In mind. vier Punkten differieren sie im Aussehen zu den "Schweizern".
 
Der Kamm ist "umgekehrt" angeschraubt. D.h. die Bass-Tonzungen befinden sich von vorn gesehen auf der rechten Seite (!)
 
Die Windflügel sind nicht verstellbar (!)
 
Der Melodienwechsler ist nur in der Lage die Musikstücke automatisch der Reihenfolge nach abzuspielen. Er kann auch nicht ausgeschaltet werden (!)
 
Die Werke haben einen Start-Stop Mechanismus der speziell für Sofort-Starts geeignet ist. So wie man sie beim Auslösen des Uhrenschlagwerks braucht.
 
 
 
Typisches Kammspielwerk um 1840 von
Willchbacher & Rzebitschek
 

 

Willenbacher-Rzebitschek_ 04.jpg
 
 
Außerdem wurden als Dämpfer stets Federkiele oder Pergament verwendet statt der Stahl-Federchen wie in der Schweiz üblich.
 
Ein weiteres Charakteristikum besteht darin, dass nach anfänglichen Experimenten mit der Größe der Spielwerke bald ein von den Firmen Rzebitschek und Olbrich ein bis auf Details und Abweichungen in Millimeterbereich vollkommen gleich gestaltetes Zwei-Melodienwerk standardisiert wurde. Diesen "Standard" übernahmen auch sämtliche späteren Hersteller in Wien und Prag bis in das 20. Jh.
 
Die Kammspielwerke der Firma Rzebitschek dienten vor allen Dingen dem Einbau in die beliebten Bilderuhren sowie in Rahmen- und Kommodenuhren. Rzebitschek Kammspielwerke finden sich vereinzelt auch in Automaten Szenen wie in dem folgenden Video zu sehen.
 
Die Fabrikation einer kompletten Spieldose in einem Holzkasten als Einzelobjekt war nicht unbedingt das naheliegende Ziel wie es in der Schweiz üblich war.
 
 
 
Klick auf das Foto
Figuren-Automat
mit Spielwerk
von Franz Rzebitschek
 
Die Kammspielwerke der Firma Rzebitschek
 
dienten vor allen Dingen dem Einbau in die beliebten Bilderuhren sowie in Rahmen- und Kommodenuhren, wie den weit verbreiteten Wiener Hausherrenuhren.
Rzebitschek Kammspielwerke finden sich vereinzelt auch in Automaten Szenen wie in diesem Video zu sehen.
 
Die Fabrikation einer kompletten Spieldose in einem Holzkasten als Einzelobjekt war nicht unbedingt das naheliegende Ziel wie es in der Schweiz üblich war.
 
Für größere Spieldosen gab es offenbar in der k.u.k. Monarchie keinen großen Markt. In Österreich fand man keinen Gefallen an einer schön gearbeiteten Holz-Schatulle mit Spielwerk wie es in der Schweiz üblich war. Die erhalten gebliebenen Kammspielwerke in Holzkästen sind von sehr schlichter Anmutung.
 
Ab etwa 1850 unterscheiden sich die österreichischen 2-Melodien Spielwerke fast nicht mehr untereinander. Einziges Indentifikationsmerkmal kann zu dieser Zeit eigentlich nur noch der Name des Herstellers sein.
 
Der Standard aller Hersteller bis Ende des 19. Jh. war zu dieser Zeit:
Grundplatte ca. 16 x 7 cm, Walze 10 cm lang, Durchmesser 25 mm, Anzahl der Zähne 80-83 Stück.
 
Typisches Kammspielwerk
Olbrich in Wien
 
Neben den Rzebitschek´s war der Hersteller Anton Olbrich und sein Bruder Josef Olbrich um 1850 in Wien einer der bekanntesten Hersteller von Spieldosen und Kammspielwerken in der Österreichischen k.u.k. Monarchie.
 
Kammspielwerk  der Firma Olbrich in Wien.jpg
Typisches Kammspielwerk
Olbrich in Wien
 
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Die Brüder Olbrich produzierten ihre Spielwerke Anfangs zusammen.
Ab ca. 1850 aber in getrennten eigenen Firmen.
In der Qualität waren die Rzebitschek´s den Olbricht´s wohl überlegen.
Signatur Olbrich in Wien
 
Signatur auf dem Tonkamm
A. Olbrich in Wien
 
Weitere kleinere Spieldosen Hersteller im 19. Jh. der österreichischen k.u.k. Monarchie waren u.a.:
Franz Agassi, Jose(ef) ? Barbolany oder Barbelany ?, Alois Bartl, August Bartl, Edmund Bartl, Franz Einsidl, Egy Glasse, Peter Götz, Carl Kantek, Alois Kipper, Franz Miklas, Anton Nowak, Ernest Öhme, Hannus Rölz, Anton Schildow.
 
Zur Typik der Österreichischen Kammspielwerke gehört ferner die Art des musikalischen Arrangements. Es zeichnet sich durch eine sehr klare Melodieführung aus und ist von zusätzlichen musikalischen Verzierungen freigehalten.
 
Die in der Schweiz aufgekommenen musikalischen Eigenarten mit ihren "verspielten" Trillern, Arpeggien und Arabesken - Musikstücken die in freier Form mit reichen "Verzierungen" versehen - wurden von den Herstellern in Wien und Prag nicht übernommen.
 
Die Wiener und Prager Werke hatten daher den Schweizer Weiterentwicklungen mit ihren Piano-Forte-Kämmen, Zither-Effekten, zusätzlichen Glocken, Trommeln und Zungenstimmen nichts entgegenzusetzen.
 
Der Verkauf der Spielwerke beschränkte sich daher später wohl fast ausschließlich auf das Gebiet der Österreich-Ungarischen Monarchie und auf osteuropäische Länder, woraus sich ein typisches Repertoire der Spielwerke ergab.
 
Die musikalischen Vorlieben des heimischen Publikums widerspiegelnd, finden sich auf den Instrumenten daher die lokalen Bühnenerfolge. Die Novitäten aus den Tanzsälen und beliebte Volksweisen des 19. Jahrhundert.
 
 
 
 
 
 
Spieldosen der Firma J.H. Heller in Bern
Alle Fotos zum Vergrößern anklickbar. Es öffnet sich ein 2. Fenster
 
 
Nicht nur in Genf und im Waadtländer Jura wurden Musikdosen hergestellt, auch in der Deutschschweiz gab es eine bedeutende Produktion.
 
Die Musikdosenindustrie konzentrierte sich hier auf die Gegend von Teufenthal, Unterkulm und Nieder-Hallwyl im Oberaargau.
 
Daneben gab es noch einen weiteren Hersteller im Kanton Bern,
nämlich die Fa. J.H. Heller in Bern.
 
Gründer:
Johann Heinrich Heller (1830-1906) Fabrikation vermutlich vor 1866.
 
Nachfolger:
Sein Sohn Heinrich Karl (Henry) Heller. (1855-1943) Prokura ab 1883.
Der Firmeneintrag wurde 1943, nach dem Tod Henry Heller´s gelöscht.
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Firma Heller in Bern - Kleine Walzenspieldose um 1910 - 6 Musiktitel gestiftet
Walzenlänge 10 cm / Durchmesser 2,5 cm / No. 9328 / 46 Tonzinken
Den ersten Titel "Unter dem Doppeladler" hier anhören     
 
 
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In einem Nachruf beim Tode Henry Hellers schrieb man......
 
In seiner Jugend übernahm Heinrich Karl (Henry) Heller (1855-1943) die Spieldosenfabrik seines Vaters und brachte diese zu großem Ansehen.
 
Deren Präzisionswerke wanderten in die ganze Welt. Und es gab kaum ein Fürstenhaus in Europa in welchem nicht eine Musikdose der Fa. Heller anzutreffen war.......
 
Video mit Ton
 
Von Heller sind Musikwerke aller Art überliefert, bis hin zu Musiktischen mit auswechselbaren Zylindern. Alle größeren Musikdosen hatte eine Signatur
"J.H. Heller Bern" am Windfangbügel.  
   Klick auf die Fotos zum Vergrößern
 
 
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J.H. Heller um 1870 - 6 Titel
J.H. Heller um 1870 - 6 Titel
J.H. Heller um 1890 mit
6 wechselbaren Walzen
 
Die älteren Stücke sind wie Genfer Dosen gearbeitet. Verschraubung der Platine also von vorn und hinten. Die Schrauben sind am Gehäuse vorn und hinten sichtbar.
Später gleichen sie den Spieldosen aus  Saitnte-Croix, das Musikwerk ist mit dem Gehäuseboden verschraubt.
 
Von Heller sind Musikdosen mit Nummern bis 15 838 bekannt, die Produktion scheint also recht bedeutend gewesen zu sein.
 
Abschließend:
Die Fa. Heller begann vermutlich schon vor 1867 mit der Produktion von Musikdosen.
Die Tätigkeit umfasste jedenfalls für die Zeit ab 1878 mehr als nur den Handel mit Spieldosen.
Es wurden auch andere mech. Musikinstrumente hergestellt, so z.B. Drehorgeln und Orchestrions.
Vermutlich ab den 1890er Jahren verlagerte sich die Produktion mehr und mehr auf Phantasiegegenstände mit Musik, wie z.B. Biergläser, Schweizer Häuschen, musizierende Stühle etc.
 
 
Einen hervorragenden Aufsatz über den Musikdosenhändler
 
Johann Heinrich Heller aus Bern
in einer Studie zum Musikdosenhandel um 1880
 
finden Sie hier:  
 
 
 
Fünf Klangbeispiele von Walzenspieldosen
 
Allegro Menuett
von Mozart
Die Vier Jahreszeiten von Vivaldi
Gavotte Menuet von Mozart
Rigoletto Aida von Verdi
Wiener Leben von Strauss
 
Hier klicken
 
 
 
Kleine Spieldosen der Firma Thorens - Sainte-Croix
Alle Fotos zum Vergrößern anklickbar. Es öffnet sich ein 2. Fenster  
 

Hermann Thorens (1856-1943) gründet 1883 seine Firma zur Herstellung
von Musikdosen und Musikwerken in Sainte-Croix /Schweiz.
 
- Ab 1927 Aktiengesellschaft -
 
Infos zur Fa. Thorens mit Zeittafel
 
 
Sehr früh schon wurden neue Produktlinien u.a. für
Walzen-Phonographen (1903)
Trichtergrammophone (1906)
Feuerzeuge (1913-1964)
Mundharmonikas (1914)
Schallplatten-Schneideanlagen (1940)
Plattenspieler und Wechsler (1957) aufgebaut.
 
1999 erfolgte die Insolvenz der alten Thorens AG
 
Thorens_Grammophon1.jpg
Metallplatten Abspielgerät mit Trichter
"The Thorens Gramophone"
 
Unter der Platte befindet sich ein Metall-Tonkamm
mit gestimmten Tonzinken. Diese werden von
Nocken an der Unterseite der Platte angerissen
und zum Schwingen gebracht.
Fa. Thorens
Thorens_Grammophon2.jpg
Trichter-Grammophon
mit Schellack-Platte
Fa. Thorens
 
 
 
 
 
thorens_katalog_no._44_august_1952_werk_no.28-0_50zaehne_137mal68.jpg
Werk-No. 28-0 / 50 Zähne
137 x 68 mm
    Zwei Abbildungen
    aus dem
    Thorens Katalog No. 44
    vom August 1952
 
thorens_katalog_no._44_august_1952_werk_no_309-0_ 28zaehne_76mal55.jpg
Werk-No.309-0 / 28 Zähne
           76 x 55 mm
 
 
 Video ansehen
 
 
 
- Kleine THORENS Spieldose -
 
Vermutlich 20/30 iger Jahre
20. Jh. hergestellt.
 
Thorens Erkennungsmerkmale
 
 Federhaus rund. Malteserkreuz
auf dem Federhaus liegt von
vorn gesehen, seitlich rechts !
 
Liedzettel ist
handschriftlich beschriftet !
 
 Ankersymbol auf dem
Tonkamm zu sehen !
 
Man sieht auf dem Gehäusedeckel
- typisch für Thorens-Spieldosen -
das eingelassene Schildemblem !
 
Die Fotos zeigen den
demontierten Tonkamm.
Alle Teile bereits gereinigt.
 
Die Unterseite des Tonkamms
zeigt sehr deutlich die angelöteten Bassgewichte der tiefen Töne, sowie
die mit Schellack an den Spitzen befestigten Dämpferfederchen.
 
Der Melodienzettel zeigt
handschriftlich die Liedtitel.
Das Vorhandensein
dieses Liedzettels ist sehr wichtig,
auch für der Wert einer Spieldose.
 
Klick auf die Fotos zum Vergrößern
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Klick hier um diese
Spieldose im Original
zu hören.
 
 
 
 
 
thorens_neu1.jpg
 
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Vermutlich 60´ Jahre 20. Jh. hergestellt.
Erkennungsmerkmale:
Federhaus Ei-förmig. Malteserkreuz auf dem Federhaus liegt
von vorn gesehen, oben. Liedzettel mit Schreibmaschine beschriftet.
Man sieht auf dem Gehäusedeckel - typisch für Thorens-Spieldosen -
das eingelassene Schildemblem !
thorens_new1.jpg
 
 
thorens_new2.jpg
thorens_new3.jpg
 
Große Thorens Walzenspieldose
in aufwändig dekorierter Holz-Schatulle
Zweite Hälfte 20. Jh.
Vermutlich ab 1960 hergestellt
   Klick auf die Fotos
Thorens_walzenspieldose_1950-1960- 01.jpg
 
Thorens_walzenspieldose_1950-1960- 04.jpg
 
Thorens_walzenspieldose_1950-1960- 05.jpg
 
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Die "Zeitschrift für Instrumentenbau" war
von 1880 - 1943 das führende gedruckte Medium
zu Mechanischen Musikinstrumenten (!)
 
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Die Zeitschrift für Instrumentenbau wurde von Paul de Wit 1880 in Leipzig begründet und erschien bis 1943 in dessen Verlag. Sie diente als Fachorgan den Herstellern und dem Instrumentenhandel, war aber in ebensolchem Maße Publikationsmedium für die instrumentenkundliche und instrumententechnische Forschung.
 
In der Zeitschrift für Instrumentenbau wurden während der Frühzeit der industriellen Fertigung von Musikinstrumenten neben allen wichtigen Neuerungen und Erfindungen auch solche aus früheren Jahren und Jahrhunderten publiziert.
Neben reinen Textbeiträgen finden sich viele Tabellen, Abbildungen und technische Zeichnungen, zudem zahlreiche Annoncen von Herstellern und Zulieferfirmen.
 
Die Digitalisierung dieser Quelle ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Staatlichen Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz und dem    Münchener Digitalisierungszentrum der Bayerischen Staatsbibliothek und wurde im Rahmen der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft von der DFG gefördert. Suchfunktionen über die Beitragstitel und über den Volltext der Zeitschrift sind in Vorbereitung.
 
 
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