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Autor dieser Seiten:  Detlef Knick - Berlin 
 
Alte Spieldosen - Spieluhren
 
Hier finden Sie umfangreiche Informationen und
 
viele Fotos zu alten Walzen- und Plattenspieldosen
Eine wohl einzigartige Fundgrube dieser Wunderwerke damaliger Technik !
 
Weitere Infos auf folgenden Seiten:
square30_yellow.gif  Ausführliche Restaurierungen Walzen-Spieldosen
square30_yellow.gif  Einfache Restaurierungen Walzen-Spieldosen
square30_yellow.gif  Technische Details Walzen-Spieldosen - Teil 1
square30_yellow.gif  Technische Details Walzen-Spieldosen - Teil 2
square30_yellow.gif  Datierung Walzen-Spieldosen
square30_yellow.gif Die Spieluhren-Metropole Sainte-Croix in der Schweiz
square30_yellow.gif Walzenspieldosen J.H. Heller - Thorens - Rzebitschek
square30_yellow.gif Links + Adressen + Museen
square30_yellow.gif  Technische Details zu Blechplatten-Spieldosen
square30_yellow.gif  Blechplatten-Spieldosen - Ausführliche Dokumentation
square30_yellow.gif  Lochplatten / Blechplatten reparieren
square30_yellow.gif  Lochplatten Größentabelle für Polyphon & Symphonion
square30_yellow.gif  Polyphon auf der Pariser Weltausstellung 1900
square30_yellow.gif  Zigarettenspender Automaten m. Spielwerk
square30_yellow.gif  Pfeifer Automaten von Griesbaum
 
 
 
mit Glockenspielwek
- Münzautomat -
Hersteller SYMPHONION
Modell Nr. Style-No. 130 
Symphonion um 1900 in Leipzig hergestellt.
Plattendurchmesser 54 cm (21 1/4")
Spieldauer = 1,5 min. pro Platte.
5 Pfg-Münzeinwurf. Mit Münzprüfer.
Spielt recht laut. Der Automat wurde
in Gaststätten aufgestellt.
Modell No. 130 mit Doppelkamm.
(DuplexComb) mit je 60 Stimmzungen
und 10 Zungen für 10 Glocken.
Starker Federmotor mit Kurbelaufzug,
Gehäuse aus Wallnuß mit Aufsatzkrone.
 Literatur---> D. Bowers, Enzyklopedia of
Automatic Musical Instruments S. 229
 
 
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Original-Ton dieses Instruments
hier anhören ! mp3 - 425 KB 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Eine Spieldose ist ein selbstspielendes
Mechanisches Musikinstrument !
 
Man unterscheidet zwei Gruppen:
 
 Zylinder- Walzen- Spieldosen  = Cylinder Music Boxes
 Lochplatten-Spieldosen           = Disc Music Boxes
 
Eine weit verbreitete, aber irreführende Bezeichnung für eine Spieldose
ist im deutschen Sprachraum die Bezeichnung "Spieluhr".
Anfangs wurden tatsächlich Zylinder-Spielwerke u.a. in Taschen-Uhren eingebaut. Unter Sammlern hat sich aber die Bezeichnung Spieldose -
im engl. Sprachraum = Music Box - durchgesetzt.
Ich verwende auf meinen Seiten allerdings auch hin und wieder die Bezeichnung Spieluhr, da die deutschen Leser fast ausschließlich nur
diese Bezeichnung kennen.
 
Die wichtigsten Hersteller für Walzen-Spieldosen...
L'Epee   -  Abrahams  -  Baker Troll  -  Mermod
Nicole Fréres  -  Paillard   -  B.A. Brémond - Rzebitschek
 
...und Lochplatten-Spieldosen
Polyphon - Symphonion - Regina - Kalliope
 
Es begann mit der Erfindung der Zungenspielwerke Mitte des 18. Jh.
Die meisten dieser Walzen- bzw. Zylinder- Spielwerke wurden in der Schweiz in der Nähe von Genf hergestellt. L'Epee produzierte in Frankreich, Rzebitschek in Prag, damals zu Österreich gehörend.
 
Video mit Ton
 
Die Spieluhren-Metropole war in Sainte-Croix
 
Jede Tonzunge mußte einzeln angefertigt, auf einen bestimmten Ton gestimmt werden und dann auf den Zungenbalken aufgeschraubt werden. Eine recht mühsehlige Arbeit (!)
1790 gelang es vier bis fünf Tonzungen aus einem Stück anzufertigen,
was schon eine große Verbesserung war.
 
Durch ein neues Verfahren konnte ab 1810 ein Tonkamm in einem Stück so
hergestellt werden, daß nur noch das Stimmen der einzelnen Zungen nötig war.
 
Ein Tonkamm ist ein Objekt aus Stahl in der Form eines Kamms mit in der Länge abgestuften Zähnen. Diese Zähne dienen als schwingende Tonzungen.
Jede Tonzunge wird auf einen ganz bestimmten Ton gestimmt abhängig von der jeweiligen Stiftwalze. Also KEINE Stimmung wie bei einer Tonleiter !
 
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Walzenspieldose des Herstellers Mermod Fréres / Schweiz
um 1890/1900
 
Zum Vergrößern
auf das Foto klicken
 
Ein drehender Zylinder welcher mit Stahlstiften besetzt ist, tastet diese Zungen ab und bringt sie in Schwingung, wodurch die gewünschte Melodie entsteht.
 
Während die meisten mechanischen Musikinstrumente Klangerzeuger besitzen die auch in handgespielten Musikinstrumenten vorkommen, handelt es sich bei dem Tonkamm um einen speziell für mechanische Musikinstrumente konzipierten Klangerzeuger.
 
Klangbeispiel einer Walzenspieldose
Hier klicken
 
Die zart spielenden Werke traten einen Siegeszug in die ganze Welt an. In allen Variationen finden wir sie in Holzkästen unterschiedlicher Größe....
 
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blue05_next.gif  Zum Vergrößern auf das Foto klicken
 
.... auch eingebaut in Schmuckkästchen, in Dosen mit tanzenden Puppen, Zigarettgenspendern, Uhren ..... und vieles mehr.....
Schweizer Walzenspieldosen fanden weiteste Verbreitung und wurden in alle Welt exportiert.
Ein großer Nachteil der Walzenspieldosen bestand jedoch in ihrem begrenzten Musikrepertoire. Meistens spielte eine Walze nur vier bis
sechs Musikstücke.
Da die Walzen nicht austauschbar waren, musste man - war man der Musik überdrüssig - eine neue Spieldose kaufen.
Es gab zwar später Walzenspieldosen mit wechselbaren Walzen; diese
Modelle waren aber extrem teuer.
 
 Sie besitzen eine alte Walzenspieldose?
Sie wollen diese reparieren? Oder Sie wollen eine alte Walzenspieldose kaufen? Auf was Sie achten sollten, und Hinweise zu einfachen Restaurierungsarbeiten finden Sie hier:     
 
 
1885/86 wurde eine völlig neue Spieldosen-Technik erfunden...
...statt einer gestifteten Walze entwickelte man
die Lochplatten-Spieldose mit Metallplatten.
polyphon _excelsior_um_1900_1-2.jpg
 
Lochplatten-Spieldose des Herstellers
POLYPHON aus Leipzig um 1900
 
Zum Vergrößern
auf das Foto klicken
 
 
Durch eine spezielle Technik gelang es, in eine runde Blechplatte hervorstehende Haken/Nocken zu stanzen. Diese tasteten die Tonzungen vom Tonkamm ab, brachten sie zum Schwingen und erzeugten so die Melodie welche auf der Blechplatte als Toninformationsträger vorlag.
 
Diese Metall-Lochplatten - auch "Notenscheibe" genannt - spielten jeweils immer nur einen Liedtitel. So konnte man sich erstmals nacheinander eine Plattensammlung anschaffen. Entscheidend war dabei, dass sie sehr preiswert hergestellt werden konnten.
 
Eine Hersteller Tabelle der bekanntesten Instrumente
finden Sie auf dieser Seite    Hier klicken
 
Ganz im Gegensatz zu den sehr teuren Walzen- bzw. Zylinderspieldosen,
bei welchen die Auswahl der Musikstücke auf Grund der auf dem Zylinder gestifteten Musikstücke beschränkt war.
 
Die Lochplatten-Spieldose war also so etwas
wie der Vorläufer des bereits 1887 von Emil
Berliner erfundenen Grammophons welches
die Musikwiedergabe mit einer völiig anderen
Technik ermöglichte.
                                                              Siehe Bild rechts --->
Grammophon
 
Im Zeitalter der beginnenden Industrialisierung wurden diese Plattenspieldosen zu Hunderttausenden hergestellt und so preisgünstig angeboten, dass sie für jedermann erschwinglich wurden.
 
Deutschland - speziell in und um Leipzig - entwickelte sich kurz vor der Jahrhundertwende 1900 - neben den USA - zum bedeutendsten Exportland für Mechanische Musikinstrumente, speziell Metallplatten-Spieldosen (!)
 
Nachdem die Grammophone technisch stark verbessert wurden, kauften die
Kunden eher die Schllackplatten als Toninformationsträger. Im Laufe der
Zeit und zweier Weltkriege, gingen viele Spieldosen verloren und/oder
vorotteten in Kellern und auf Dachböden.
 
Die übrig gebliebenen Instrumente wurden oft von Sammlern restauriert
und liebevoll gepflegt. Sind sie doch interessantes Zeugnis einer
vergangenen Epoche der rein mechanischen Musikwiedergabe (!)
   
 
 
---> Klick hier für weitere Detailinfos
  
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Grosse Walzen - Spieldose
mit Glockenspielwerk - 10 Titel
 
Hergestellt in der Schweiz/ Genf um 1880.
86 Tonzungen inkl. 9 Stück für 9 Glocken.
10 Musiktitel auf 38 cm Walze gestiftet.
5,5 cm Walzendurchmesser.
Laufdauer pro Titel ca. 1 min.
Werkgestell Eisen gerippt und bronziert.
Gehäuse intarsiert 65 x 31 cm, Höhe 26,5 cm. Gesamtgewicht 18 Kg.
 
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Original-Ton dieses Instruments
hier anhören ! mp3 - 344 KB
 
 ---> Klick hier für weitere Detailinfos
 
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Walzen - Spieldose
Mermod Fréres
 
Um 1895 - 6 Titel gestiftet
 
Mermod Fréres (Ste. Croix Schweiz)
Typ: Peerless Forte-Piccolo No. 370
Kamm mit 80 Tonzungen - 6 Liedtitel.
Walzenlänge 22,8 cm (9")
Durchmesser 5,5 cm.
Walze ist auswechselbar.
Zuschaltbarer Zither-Effekt vorhanden.
Mit Jacot´s Patent Safety-Check
und Liedanzeiger.
Werkgestell Eisen gerippt und bronziert.
Gehäuse aus Rosenholz-Immitation.
50 x 23 cm, Höhe 17,5 cm
 
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Original-Ton dieses Instruments
hier anhören ! mp3 - 269 KB
 
 
Mermof Fréres Spieldose um 1895
 
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Kleine Walzen- Spieldose
um 1890/1900 - 6 Musiktitel
 
Vermutl. in der Schweiz hergestellt.
 Kamm mit 44 Tonzungen.
6 Liedtitel.
Gehäuse aus Rosenholz-Imitation.
33 x 17,5 cm - Höhe 12 cm
 
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Für weitere Infos zu dieser Walzenspieldose auf das Foto klicken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
     
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    Walzen- und Plattenspieldosen / Spieluhren.
     
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    Die "Zeitschrift für Instrumentenbau" war
    von 1880 - 1943 das führende gedruckte Medium
    zu Mechanischen Musikinstrumenten (!)
     
    Diese Zeitschrift online lesen? Klick auf das Bild!
     
    Lesen? Hier klicken !!
     
     
    Die Zeitschrift für Instrumentenbau wurde von Paul de Wit 1880 in Leipzig begründet und erschien bis 1943 in dessen Verlag. Sie diente als Fachorgan den Herstellern und dem Instrumentenhandel, war aber in ebensolchem Maße Publikationsmedium für die instrumentenkundliche und instrumententechnische Forschung.
     
    In der Zeitschrift für Instrumentenbau wurden während der Frühzeit der industriellen Fertigung von Musikinstrumenten neben allen wichtigen Neuerungen und Erfindungen auch solche aus früheren Jahren und Jahrhunderten publiziert.
    Neben reinen Textbeiträgen finden sich viele Tabellen, Abbildungen und technische Zeichnungen, zudem zahlreiche Annoncen von Herstellern und Zulieferfirmen.
     
    Die Digitalisierung dieser Quelle ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Staatlichen Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz und dem    Münchener Digitalisierungszentrum der Bayerischen Staatsbibliothek und wurde im Rahmen der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft von der DFG gefördert. Suchfunktionen über die Beitragstitel und über den Volltext der Zeitschrift sind in Vorbereitung.
     
     
          Drei empfehlenswerte Bücher zu Alten Spieluhren
    und Selbstspielenden Mechanischen Musikinstrumenten
     
     
    Speziell zu Walzenspieldosen (!)
    Sehr umfangreich mit vielen guten Fachbeiträgen zur
    Geschichte & Technik sowie vielen guten Farbfotos.
     
    Wohl eines der besten Bücher in Deutscher Sprache
    zu alten Walzenspieluhren !
     
    Klangkunst
    200 Jahre Musikdosen - Sonderausstellung des Schweizerischen
    Landesmuseum 1996 - In Form eines Ausstellungskatalogs
    von Eduard C. Saluz
     
    246 Seiten 77 s/w + 283 farbigen Abbildungen + 35 Zeichnungen
    ISBN 3908025168
    Mechanische Musikinstrumente - Einführung in Technik und Geschichte
     
    Schon im Jahre 1987 erschien die erste Auflage des Buches "Mechanische Musikinstrumente".
    Es behandelt alle Arten dieser Instrumente von der Antike bis in die Gegenwart. Es gilt seit langem als deutschsprachiges Standardwerk auf diesem Gebiet.
     
    Das Buch war über viele Jahre vergriffen, blieb aber weiterhin sehr gefragt. Autor Herbert Jüttemann verfasste nun eine zweite Auflage, die im Verlag Dohr Köln erschienen ist.
     
    Im Buch werden alle Formen von Mechanischem Musikinstrumenten mit sehr vielen Fotos und Abb. wiedergegeben. Dem Leser wird im Gegensatz zu anderen Werken auch in eigenen Kapiteln ihre Funktionsweise mit vielen Schemazeichnungen detailliert nahegebracht.
     
    1. Auflage 1987
    ISBN-10: 3923639716
     
    2. Auflage 2010
    ISBN-10: 3936655650
    Encyclopedia of
    Automatic Musical Instruments
     
    Achtung! Alles in engl. Sprache. Mit sehr vielen originalen s/w Fotos
     
    Über 1000 Seiten (!) Spieldosen/Spieluhren. Walzenspieldosen und Metallplattenspieldosen. Automaten, selbstspielende Orgeln, Orchestrions, Pianos, die ganze Palette selbstspielender Instrumente mit sehr vielen Informationen.
    Das Internationale Standardwerk zu Mechanischen Selbstspielenden Musikinstrumenten.
    Q. David Bowers - Vestal-Press/New York
    ISBN 0911572082
     Antiquarische Büchersuche z.B. hier:
     
     
    Musikautomaten und mechanische Musikinstrumente
    H. Weiss-Stauffacher. Zürich 1975, 247 Seiten. Ein schöner Bildband mit einer Fülle von Musikgeräten und guten Beschreibungen.
     
    The Musical Box
    Dr. Arthur W.J.G. Ord-Hume. USA 1998, 336 Seiten, 600 Abb. Das umfangreiche Werk präsentiert Hersteller, Typen, Notenblätter, eine kompl. Liste amerikanischer und britischer Patente sowie Tips zu Kauf und Reparatur.
     
    Als die Musikdosen spielten    (Nur noch in Bibliotheken oder Antiquariat erhältlich)
    Text:Daniel Bonhote Fotos: Fernand Rausser In Zusammenarbeit mit Fredy Baud. Mondo-Verlag AG-Lausanne
    Sehr informativ im Text mit guten Fotos.
     
    Die Österreichische Spielwerkmanufaktur im 19. Jahrhundert
    (Nur noch in Bibliotheken oder Antiquariat erhältlich)
    Luuk Goldhoorn - ISBN 90-9013186-x - Nur Zylinder Musikdosen. Einige Fotos, 175 Seiten.
     
     
     
    Zwei interessante Bücher über Mechanische Automaten / Uhren / Puppen / Figuren
     
    Faszinierende Welt der Automaten
    Anette Beyer - Callwey-Verlag ISBN 3-7667-0659-4 - Alles über dieses Thema mit vielen Fotos. 255 Seiten.
     
    Mechanische Spielfiguren aus vergangenen Zeiten
    Andre Soriano - Verlag Sauret/Weber - Gute Ergänzung zu dem obigen Buch. 173 Seiten.
     
     
 
Wikipedia Die freie Enzyklopädie
 
Informationen zu Spieldosen gibt es auch bei WIKIPEDIA. Sie können dort Ihre eigenen Erkenntnisse hinzufügen und damit der Öffentlichkeit zugänglich machen.
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