Autor dieser Seiten:  Detlef Knick - Berlin 
 
 
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 Große Walzen-Spieldose
 9-stimmiges Glockenspielwerk - 10 Musiktitel
Schweiz/ Genf um 1880
 
86 Tonzungen inkl. 9 Stück für 9 Glocken.
10 Musiktitel auf 38 cm Walzenlänge gestiftet.
 
5,5 cm Walzendurchmesser.
Laufdauer pro Titel ca. 1 min.
 
Werkgestell Eisen gerippt und bronziert.
Gehäuse intarsiert 65 x 31 cm, Höhe 26,5 cm
Gesamtgewicht 18 Kg.
 
Original-Ton dieses Instruments  
mp3 - 344 KB
 
 
Dieses Walzenspielwerk spielt 10 verschiedene Musiktitel. Außerdem können 9 Glocken dazugeschaltet werden. Diese werden von separaten Zungen ebenfalls von den Stiften der Walze gesteuert.
 
Die einzelnen Liedtitel sind im Abstand von ca. 0,4 mm auf der Walze gestiftet. Ist ein Lied zuende gespielt, bewegt sich der Zylinder also um 0,4 mm nach rechts um das nächste Lied zu spielen, was höchste mechanische Präzision erfordert.
 
Die Walze enthält also die Partitur des zu spielenden Stücks. Die horizontalen Zwischenräume zwischen den Walzen-Stiften legen dabei die Noten fest, die vertikalen bestimmen den Rhythmus.
 
Die Stahl-Stifte haben einen Durchmesser von nur 0,3 mm (!) und stehen ca. 1 mm (!) von der Walzenoberfläche hervor.
 
Ein Erneuern ist möglich, erfordert aber entsprechende Kenntnisse.
 
Die Messing-Walze ist innen mit einem Harz ausgegossen. Dadurch wird einerseits die Fixierung der Stahlstifte erreicht, andererseits eine Gewichtserhöhung des Zylinders. Und höheres Gewicht bedeutet bessere Klangfülle.
 
Die kleinen Stahl-Stifte reißen die Zähne des Stimm-Kamms an, um so den Ton der jeweiligen (gestimmten) Tonzunge zu erzeugen. Unter Tonzungen mit tiefen Tönen befinden sich sogar Bleigewichte.
 
Unter jeder dieser Tonzungen sind außerdem winzig kleine Federn aus Stahl angebracht, Dämpfer genannt.
Früher waren es tatsächlich Hühnerfedern (!)
 
Dadurch wird eine noch schwingende Tonzunge abgedämpft, falls kurz darauf diese Tonzunge nocheinmal angerissen wird.
Ohne diese raffinierte Erfindung käme es zu einem hörbaren klirren während des Abspielens.
Klirren ist also ein Zeichen für fehlende oder defekte (dejustierte?) Dämpfer!
 
  Weitergehende INFOS siehe hier!
 
Das Ersetzen dieser speziellen Dämpfer-Federn erfordert erhebliches Geschick und die Verwendung des richtigen Materials. Das gleiche gilt für abgebrochene Stahl-Stifte auf der Walze!
 
 
Auf der Walze sind folgende Titel gestiftet:
1. Flower girl
2. ?
3. Beautiful River
4. Lucia di Lammermoor
5. Die Sennerin
6.  ...merry Bells
7. Premier jour de Bonheur
8. Orpheus i. d. Unterwelt
9. Trading away   
10. L' africaine
 
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Vorderansicht
Gehäusekasten
Gehäusekasten von vorn
 
 
 
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Draufsicht bei
geschlossener Glasscheibe
Melodienverzeichnis
Draufsicht bei
geöffneter Glasscheibe
 
 
 
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Gesamtansicht Mechanik
Detailansicht Kamm+Walze+Glocken
Detailansicht Glocken
 
 
 
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Detailansicht getrennte Kämme+Walze
Detailansicht rechte Seite
mit Windflügelrad
Detailansicht rechte Seite Windflügelrad+extra
Tonkamm für Glockensteuerung
 
 
 
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Detailansicht rechte Seite Windflügelrad+extra
Tonkamm für Glockensteuerung
Detailansicht linke Seite
mit Federzugmotor
Detailansicht linke Seite
mit Gehäuse für Aufzugfeder und
Andreaskreuz für Kraftverteilung
 
 
 
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  Ansicht linke Seite mit Ratschenaufzughebel
Walze mit Glockenspielwerk Gesamt
Walzenspielwerk ohne Gehäuse
 
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Die "Zeitschrift für Instrumentenbau" war von 1880 - 1943
 
das führende gedruckte  Medium zu Mechanischen Musikinstrumenten (!)
 
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    Die Zeitschrift für Instrumentenbau wurde von Paul de Wit 1880 in Leipzig begründet und erschien bis 1943 in dessen Verlag. Sie diente als Fachorgan den Herstellern und dem Instrumentenhandel, war aber in ebensolchem Maße Publikationsmedium für die instrumentenkundliche und instrumententechnische Forschung.
     
    In der Zeitschrift für Instrumentenbau wurden während der Frühzeit der industriellen Fertigung von Musikinstrumenten neben allen wichtigen Neuerungen und Erfindungen auch solche aus früheren Jahren und Jahrhunderten publiziert.
    Neben reinen Textbeiträgen finden sich viele Tabellen, Abbildungen und technische Zeichnungen, zudem zahlreiche Annoncen von Herstellern und Zulieferfirmen.
     
    Die Digitalisierung dieser Quelle ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Staatlichen Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz und dem    Münchener Digitalisierungszentrum der Bayerischen Staatsbibliothek und wurde im Rahmen der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft von der DFG gefördert.
     
     
 
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      Drei empfehlenswerte Bücher zu Alten Spieluhren
und Selbstspielenden Mechanischen Musikinstrumenten
 
 
Speziell zu Walzenspieldosen (!)
Sehr umfangreich mit vielen guten Fachbeiträgen zur
Geschichte & Technik sowie vielen guten Farbfotos.
 
Wohl eines der besten Bücher in Deutscher Sprache
zu alten Walzenspieluhren !
 
Klangkunst
200 Jahre Musikdosen - Sonderausstellung des Schweizerischen
Landesmuseum 1996 - In Form eines Ausstellungskatalogs
von Eduard C. Saluz
 
246 Seiten 77 s/w + 283 farbigen Abbildungen + 35 Zeichnungen
ISBN 3908025168
Mechanische Musikinstrumente - Einführung in Technik und Geschichte
 
Schon im Jahre 1987 erschien die erste Auflage des Buches "Mechanische Musikinstrumente".
Es behandelt alle Arten dieser Instrumente von der Antike bis in die Gegenwart. Es gilt seit langem als deutschsprachiges Standardwerk auf diesem Gebiet.
 
Das Buch war über viele Jahre vergriffen, blieb aber weiterhin sehr gefragt. Autor Herbert Jüttemann verfasste nun eine zweite Auflage, die im Verlag Dohr Köln erschienen ist.
 
Im Buch werden alle Formen von Mechanischem Musikinstrumenten mit sehr vielen Fotos und Abb. wiedergegeben. Dem Leser wird im Gegensatz zu anderen Werken auch in eigenen Kapiteln ihre Funktionsweise mit vielen Schemazeichnungen detailliert nahegebracht.
 
1. Auflage 1987
ISBN-10: 3923639716
 
2. Auflage 2010
ISBN-10: 3936655650
Encyclopedia of
Automatic Musical Instruments
 
Achtung! Alles in engl. Sprache. Mit sehr vielen originalen s/w Fotos
 
Über 1000 Seiten (!) Spieldosen/Spieluhren. Walzenspieldosen und Metallplattenspieldosen. Automaten, selbstspielende Orgeln, Orchestrions, Pianos, die ganze Palette selbstspielender Instrumente mit sehr vielen Informationen.
Das Internationale Standardwerk zu Mechanischen Selbstspielenden Musikinstrumenten.
Q. David Bowers - Vestal-Press/New York
ISBN 0911572082
 Antiquarische Büchersuche z.B. hier:
 
 
Musikautomaten und mechanische Musikinstrumente
 
H. Weiss-Stauffacher. Zürich 1975, 247 Seiten.
Ein schöner Bildband mit einer Fülle von Musikgeräten und guten Beschreibungen.
 
The Musical Box (!)
 
Dr. Arthur W.J.G. Ord-Hume. USA 1998, 336 Seiten, 600 Abb. Das umfangreiche Werk präsentiert Hersteller, Typen, Notenblätter, eine kompl. Liste amerikanischer und britischer Patente sowie Tips zu Kauf und Reparatur.
 
Als die Musikdosen spielten
 
(Nur noch in Bibliotheken oder Antiquariat erhältlich)
In Zusammenarbeit mit Fredy Baud. Mondo-Verlag AG-Lausanne Sehr informativ im Text mit guten Fotos.
 
Die Österreichische Spielwerkmanufaktur im 19. Jahrhundert
(Nur noch in Bibliotheken oder Antiquariat erhältlich)
Luuk Goldhoorn - ISBN 90-9013186-x - Nur Zylinder Musikdosen. Einige Fotos, 175 Seiten.
 
 
 
Zwei interessante Bücher über Mechanische Automaten / Uhren / Puppen / Figuren
 
 
Faszinierende Welt der Automaten
 
Anette Beyer - Callwey-Verlag ISBN 3-7667-0659-4 - Alles über dieses Thema mit vielen Fotos. 255 Seiten.
 
Mechanische Spielfiguren aus vergangenen Zeiten
 
Andre Soriano - Verlag Sauret/Weber - Gute Ergänzung zu dem obigen Buch. 173 Seiten.
 
 
 
 
Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
Spieluhr
Musikdose
Spieldose
Music Box
Speelklok
Speeldoos
Muziekdoosjes
Jewelry Box
Musical Box